Sonntag, 12.09.2021
SpG Lobbach 2 – FC Spechbach     4:4 (0:3)

Nachdem man letztes Jahr gegen Lobbach sehr unglücklich verloren hat und seit 2014 keinen Sieg mehr gegen den Nachbarn einfahren konnte, wollte man die drei Punkte unbedingt nach Spechbach entführen. Leider wurde daraus nichts, da man das Spiel völlig unnötig aus der Hand gab und einen 4:0-Vorsprung verspielte.

Nachdem man seine Lehren aus dem letzten Duell gezogen hat, trat man von Anfang an defensiv auf und überließ der Heimmannschaft das Spiel. Lobbach kam damit nicht wirklich zurecht und so konnte man seine eigenen Stärken im schnellen Umschaltspiel zur Geltung bringen. Nach knapp 10 Minuten hatte man auch die erste große Torchance, als Patrick Mayer mit einem schönen Pass Leon Rietschel in Szene setzte, sodass dessen Schuss nur ganz knapp am Lobbacher Tor vorbeisauste.

In der 20. Minute ging man dann aber durch einen direktes Freistoßtor von Patrick Mayer in Führung. Auch danach kam man immer wieder gefährlich vor das Tor der Heimmannschaft, sodass Leon Rietschel nach einer halben Stunde auf 0:2 erhöhen konnte, indem er den Ball an dem herauseilenden Torhüter vorbeischob und dieser regelrecht in das Tor kullerte.

Der Matchplan des Trainerteams ging bis dahin auf, denn Lobbach fand nicht wirklich in das Spiel und konnte sich keinen nennenswerte Torchance herausspielen. Spechbach konnte kurz vor der Pause sogar auf 0:3 erhöhen als Gian-Luca Lumpp mit einem herrlichen Weitschuss aus 30 Metern ins Tor traf.

Auch nach der Pause änderte sich zunächst nichts an dem Spiel und Semih Reinig konnte in der 60. Minute einmal mehr einen direkten Eckball verwandeln. Bis dahin lief also alles nach Plan und man führte tatsächlich mit 0:4.

Was allerdings danach geschah, war eine halbe Stunde zum Vergessen. Durch vier, zum Teil verletzungsbedingte, Wechsel kam ein regelrechter Bruch in das Spechbacher Spiel und Lobbach konnte das Spiel nun dominieren und innerhalb einer halben Stunde zum 4:4 ausgleichen. Die einzelnen Tore fielen eigentlich alle nach dem gleichen Muster: Lange Bälle, Standards und Weitschüsse führten dazu, dass die Spechbacher Mannschaft total ins Schwimmen kam und einen Treffer nach dem anderen fand. Dass es an diesem Tag noch zwei Platzverweise auf beiden Seiten gab, war dabei fast Nebensache, da der Schock über den aus der Hand gegebenen Sieg überwog.

Insgesamt völlig unverständlich und enttäuschend, wie man ein Derby so aus der Hand geben kann. Am Ende muss man froh sein, dass man nicht noch als Verlierer vom Platz gegangen ist, denn Lobbach hätte am Ende sogar noch auf 5:4 erhöhen können. Auch wenn nach dem Spiel alle Beteiligten und Fans völlig frustriert waren, macht es keinen Sinn, die Schuld bei Einzelnen zu suchen, sondern diese „gefühlte Niederlage“ als Team wiedergutzumachen. Dazu gehört auch sicherlich, dass das Trainerteam das Spiel vernünftig analysiert und die richtigen Schlüsse daraus zieht, sodass man in kommenden Spielen einen solch deutlichen Vorsprung nicht mehr aus der Hand gibt.

In zwei Wochen kommt es im Kerwespiel gegen den Heidelberger SC bereits zum nächsten Spitzenspiel, sodass man zeigen kann, ob man aus dem Spiel gegen Lobbach gelernt hat.

Aufstellung:
Kevin Isafe – Max Bing – Julian Mayer (64. Minute Benjamin Dick) – Gian-Luca Lumpp – Lukas Rudewig – Marcel Paulmann (64. Minute Nikolas Ehrmann) – Nico Reuther – Patrick Mayer (58. Minute Marcel Walther) – Semih Reinig (78. Minute Gelb/Rot) – Leon Rietschel – Steffen Senk (64. Minute Tamas Illes)